Vorlage - SG/2019/063  

Betreff: Aktivierung der Jugendarbeit in der Samtgemeinde Liebenau
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Jugendausschuss der Samtgemeinde Liebenau
12.02.2019 
Sitzung des Jugendausschusses der Samtgemeinde Liebenau geändert beschlossen   
Samtgemeindeausschuss

Beschluss:

 

Der Jugendausschuss empfiehlt, die Jugendarbeit in der Samtgemeinde Liebenau wieder zu aktivieren. In diesem Zusammenhang sind folgende Maßnahmen umzusetzen:

  1. Einstellung von Personal im Umfang von …………………
  2. …….
  3. …….

 

 


Sachverhalt und Begründung:

 

Die Jugendarbeit in der Samtgemeinde war bis zum Jahr 2013 im Wesentlichen durch die „offene Tür“ im Jugendzentrum 1001 geprägt. Daneben gehörten insbesondere Projekte und Sonderveranstaltungen zu den Angeboten der Jugendpflege. Das Interesse der Jugendlichen an den Angeboten der Jugendpflege war zuletzt immer weiter rückläufig und wurde – bis auf wenige Stammgäste - kaum noch wahrgenommen, was im politischen Raum auch immer wieder kritisiert worden ist.

 

Aufgrund der rückläufigen Resonanz ist der Betrieb des Jugendhauses nach und nach eingeschränkt worden. Schließlich wurde der Mietvertrag für das Jugendhaus zum 30.04.2017 gekündigt.  Es steht nunmehr ein ehemaliger Klassenraum der Hauptschule für Projekte der Jugendarbeit zur Verfügung, der vorwiegend von einer Mädchengruppe genutzt worden ist, die ehrenamtlich geleitet wurde. Die Ehrenamtsperson steht zwischenzeitlich aber nicht mehr zur Verfügung, die Mädchengruppe existiert momentan nicht.

 

In der Folgezeit hatten sich die Gremien der Samtgemeinde  mit neuen Strategien zur Zukunft der Jugendarbeit in der Samtgemeinde Liebenau befasst. Dabei wurden verschiedene von der Jugendpflege und der Verwaltung erarbeitete Konzeptvarianten vorgestellt. Eine Entscheidung wurde bisher zurückgestellt, um die Jugendarbeit erst zu einem späteren Zeitpunkt  wieder zu aktivieren, wenn neue Räumlichkeiten im Rahmen der Nachnutzung der St. Laurentius-Schule zur Verfügung stehen. Dies wird voraussichtlich im Sommer 2020 soweit sein.

 

Zwischenzeitlich ist der bisherige Jugendpfleger aus dem Dienst der Samtgemeinde Liebenau ausgeschieden. Aufgrund der vorliegenden Situation könnte nach Auffassung der Verwaltung mit der Aktivierung der Jugendarbeit mit neuen Räumen und neuem Personal im Sommer nächsten Jahres neu durchgestartet werden.  Bis dahin sollte die Zeit genutzt werden,  die Aktivierung der Jugendarbeit konzeptionell vorzubereiten. Hierfür wäre entsprechendes Personal einzustellen, wobei der augenblicklich notwendige Stellenumfang noch unklar ist.

 

In den vergangenen Wochen sind zu unterschiedlichen Anlässen in der Öffentlichkeit Meinungen vertreten worden, die Jugendarbeit  nicht sukzessive aufzugeben, sondern schon jetzt neu aufzubauen und zu konzeptionieren. Diese Meinung wird unterstützt durch aktuelle Erhebungen des Landkreises Nienburg im Programm CTC – Communithies That Care (2013 bis 2017), die für die Samtgemeinde einen gewissen Handlungsbedarf – sowohl für die allgemeine Jugendarbeit als auch für gezielte Maßnahmen -  ergeben haben. Für einen Teil der hiesigen Kinder und Jugendlichen verweisen die Daten auf besondere Problemlagen durch Defizite in familiären Konstellationen, in der gesellschaftlichen Teilhabe und im Sozialverhalten: Partnerschaften, Vorurteile, Mobbing, Tendenzen zu Sachbeschädigungen und Körperverletzung sowie zunehmenden Drogen- und Alkoholkonsumunter jüngeren Jugendlichen.

 

Das Kreisjugendamt würde daher die Re-Intensivierung der Liebenauer Jugendarbeit sehr begrüßen und diese Arbeit mit eigenen und geförderten Präventions- und Handlungsangeboten flankieren. Auch nach Meinung der örtlichen Polizei seien intensive Gesprächs- und Kontaktangebote durch die Jugendarbeit sinnvoll und nutzbringend. 

 

 

In Abstimmung mit der Ausschussvorsitzenden sollen in der Sitzung des Jugendausschusses Jugendlichen, Vereinsvertretern, Schulleitung und interessierten Akteuren die Gelegenheit gegeben werden,  aus ihrer Sicht die Wünsche und Notwendigkeiten bezüglich der Liebenauer Jugendarbeit vorzubringen. Die Statements sollten dann im Ausschuss diskutiert werden.

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

X

ja

 

nein

 

Haushaltsmittel stehen zur Verfügung

 

 

Konto:

 

Erläuterungen:


Anlage/n:

 

 

 

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