Auszug - Möglicher Oberschulstandort in Liebenau hier: Vorstellung einer Konzeption durch die Hauptschule Liebenau  

Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Liebenau
TOP: Ö 3
Gremium: Schulausschuss der Samtgemeinde Liebenau Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Mo, 17.03.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:30 - 16:30 Anlass: Sitzung
Raum: St. Laurentiusschule Liebenau
Ort:
SG/2014/013 Möglicher Oberschulstandort in Liebenau
hier: Vorstellung einer Konzeption durch die Hauptschule Liebenau
   
 
Status:öffentlich  
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Ausschussvorsitzende Margit Schmidt erläutert einleitend das Vorhaben des Landkreises Nienburg, im Rahmen der Schulentwicklungsplanung die Schulstandorte für den Sekundarbereich I neu zu ordnen

Ausschussvorsitzende Margit Schmidt erläutert einleitend das Vorhaben des Landkreises Nienburg, im Rahmen der Schulentwicklungsplanung die Schulstandorte für den Sekundarbereich I neu zu ordnen. Die Ergebnisse des eigens dafür gebildeten Arbeitskreises seien zwischenzeitlich der örtlichen Presse zu entnehmen. Leider sei danach für die Samtgemeinde Liebenau kein SEK I-Standort mehr vorgesehen. Für den hiesigen Verflechtungsbereich schlägt der Arbeitskreis den Standort Marklohe vor.

 

Zurzeit fehle es noch insofern an Transparenz im Verfahren, da nicht bekannt ist, wie die einzelnen potentiellen Schulstandorte bepunktet worden sind. Jedenfalls hält Frau Schmidt die St. Laurentius-Schule in Liebenau als SEK I-Standort für gut geeignet, und zwar aufgrund der zentralen Lage im Verflechtungsbereich Steyerberg, Liebenau und Marklohe. Außerdem befinde sich das Schulgebäude in einem hervorragenden baulichen Zustand und es gäbe eine engagierte Schüler- und Lehrerschaft.

 

Der allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters Dieter Korte ist über das Ergebnis der Arbeitsgruppe am vergangenen Donnerstag vom Landrat informiert worden. Auch der Samtgemeindeverwaltung sei nicht bekannt, wie die Kriterien im Einzelnen bewertetet worden sind. Hier bestehe noch Informationsbedarf. Das Arbeitskreisergebnis sei lediglich eine Grundlage für eine politische Entscheidung des  Kreistages, die politische Entscheidung könne auch anders ausfallen, wenn beispielsweise neue Argumente angeführt werden oder  Gewichtungen bei der Punktezuteilung aus objektiven Gründen verschoben werden. Auch die künftige Schulstruktur der Stadt Nienburg sei seiner Meinung nach für eine ganzheitliche Schulentwicklungsplanung im Landkreis zu berücksichtigen, zumal es künftig keine Schuleinzugsbereiche mehr geben soll. Die Planungen der Stadt Nienburg seien allerdings bisher noch nicht dargelegt.

 

Herr Eisner weist in diesem Zusammenhang auf die folgenden Stärken des Standortes Liebenau hin:

 

  • Topografische Lage in der Mitte des Verflechtungsbereiches
  • Hervorragender baulicher Zustand des Gebäudes, wovon sich in der letzten Schulausschusssitzung des Landkreises auch die Mitglieder dieses Gremiums überzeugen konnten
  • Außergewöhnlich gute Sporteinrichtungen (Sporthalle, Hallenbad, Sportplatz in unmittelbarer Nähe)
  • Sehr gute soziale Vernetzung im Hinblick auf die erfolgreiche integrative Jugendarbeit und durch die Vernetzungen mit den sozialen Betreuungseinrichtungen
  • Engagierte Lehrerschaft

 

Des Weiteren erinnert Herr Eisner an die Empfehlungen des früheren Arbeitskreises Schulentwicklung aus dem Jahr 2011. Auch damalig wurde im Rahmen von schulischen Verflechtungsbereichen über Oberschulstandorte gesprochen, und es wurden Standortvergleiche vorgenommen. In dem Bereich Liebenau-Marklohe sei man beim Standortvergleich seinerzeit zu dem Ergebnis gekommen, den Standort Liebenau als Oberschulstandort zu empfehlen. Dieser Empfehlung lag insbesondere der hervorragende bauliche Zustand zugrunde, während damalig für den Standort Marklohe ein sehr hoher Sanierungsbedarf ermittelt worden sei.

 

Nach Meinung des Samtgemeindebürgermeisters  haben sich diese Kriterien seither nicht entscheidend zu Lasten Liebenaus verändert. Insofern appelliert der Samtgemeindebürgermeister an den Schulträger und auch an den Träger der Schulentwicklungsplanung, den Landkreis Nienburg, Liebenau als Standort der Oberschule unter Einbezug und spezieller Gewichtung der genannten Punkte festzulegen.

 

Eine dezidierte Stellungnahme könne seitens der Samtgemeinde erst erarbeitet werden, wenn im Einzelnen vorliegt, welche Kriterien mit welchen Punkten bewertet worden sind und wie die Abweichungen zwischen den einzelnen Standorten begründet wurden. Diese Informationen dürften Mitte Mai vorliegen.  Herr Eisner schlägt vor, danach den Schulausschuss nochmals zu einer Fachausschusssitzung einladen, um dann auf der Basis dieser vorliegenden Daten und Erkenntnisse eine Resolution an den Landkreis zu verfassen, die vom Samtgemeinderat verabschiedet werden sollte.

 

Für die SPD-Fraktion unterstützt Ratsfrau Sabine Siedenberg-Arndt den Standort Liebenau aus den o.g. Gründen. Außerdem sei für die Kinder der beiden Liebenauer Kinderheime eine Beschulung am Wohnort besonders wichtig. Bedeutend sei auch die Schulentwicklungsplanung der Stadt Nienburg, weil diese offensichtliche Auswirkungen auf den hiesigen Schulverflechtungsbereich habe.

 

Die CDU-Fraktion wird nach Auskunft von Ratsherrn Alfred Plate Liebenau ebenfalls als künftigen Schulstandort unterstützen. Liebenau habe gute Argumente. Über das Zustandekommen der Arbeitskreisergebnisse habe er auf Nachfrage beim Landkreis auch in seiner Funktion als Kreistagsabgeordneter keine Auskunft erhalten. Er schlägt vor, sich offiziell an den Landkreis zwecks Erläuterung der entsprechenden Matrix zu wenden.

 

Sodann trägt die Lehrerschaft der Hauptschule die vom Kollegium erarbeitete Konzeption für einen möglichen Oberschulstandort in Liebenau in Form einer PowerPoint-Präsentation vor. Die Präsentation ist dieser Niederschrift als Anlage beigefügt. Besonders hervorgehoben wird, dass eine bauliche Erweiterung nicht sofort notwendig wird, weil bereits freie Unterrichtsräume zur Verfügung stehen, die bei einer dreizügigen Oberschule für einen Zeitraum von zwei bis drei Schuljahren ausreichend wären. 

 

Nach Meinung von Herrn Plate müssten Neu- und Erweiterungsbauten sogar  völlig entbehrlich sein, zumal es ausreichend Schulgebäude gäbe und Oberschulen auch mit zwei Standorten rechtlich möglich seien.

 

Für Elternvertreter Tillmann Dudda ist aus Elternsicht die Mittellage  von Liebenau entscheidend und plädiert alternativ ebenfalls für  eine Oberschule mit zwei Standorten.

 

Frau Felkel weist auf die Vorteile einer gemischt genutzten Schule und auf die gute Zusammenarbeit zwischen der Grundschule und dem SEK 1-Bereich hin.

 

Nach ausgiebiger Diskussion fasst der Schulausschuss folgenden

 

 

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Schulausschuss nimmt die Konzeption der Hauptschule sowie die Darlegungen der Verwaltung zu einem künftigen Oberschulstandort in Liebenau zustimmend zur Kenntnis.

 

Der Schulausschuss hält den Standort Liebenau für den Verflechtungsbereich Steyerberg, Liebenau Marklohe aufgrund der zentralen Lage und des hervorragenden baulichen Zustandes des Schulgebäudes für den geeigneten Standort.

 

Der Schulausschuss bittet den Landkreis um eine Erläuterung der Ergebnisse des Arbeitskreises.

 

 

Abstimmungsergebnis: einstimmig

Abstimmungsergebnis: einstimmig

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 SLS Oberschule Präsentation (191 KB)    
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