Vorlage - SG/2017/023  

Betreff: Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes in den Kommunen Steyerberg, Liebenau und Saerbeck
hier: Information über die interkommunal vereinbarten Zielsetzungen und die Förderung des BMVI
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
SG/2016/036
Beratungsfolge:
Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Liebenau
06.06.2017 
Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses der Samtgemeinde Liebenau geändert beschlossen   
Anlagen:
Arbeitsplan Einführungsstrategie

Sachverhalt und Begründung:

 

Die Organisation einer gut funktionierenden Mobilitätsstruktur ist eine der zentralen Schlüsselkompetenzen, um den Folgen des demographischen Wandels mit den Strukturveränderungen bei den Einrichtungen der öffentlichen und privaten Daseinsvorsorge entgegentreten zu können. Die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes für den ländlichen Raum war eine zentrale Forderung aus dem „Integrierten Entwicklungskonzept“ (IEK).

 

Aufgrund einer bereits bestehenden interkommunalen Kooperation hatte die Samtgemeinde Liebenau gemeinsam mit dem Flecken Steyerberg und der Gemeinde Saerbeck bereits im vergangenen Jahr einen Förderantrag für die Erstellung eines (Elektro-) Mobilitätskonzeptes beim BMVI gestellt. Bezüglich der inhaltlichen Zielsetzungen des Förderantrages verweise ich auf die Vorlage SG/2016/036.

 

Mit den Bescheiden vom 09.11.2016 und vom 27.03.2017 hat das BMVI eine Zuwendung für die Erstellung eines entsprechenden Mobilitätskonzeptes in Höhe von 45.280 € bewilligt (80 % der Gesamtkosten. Für die 3 beteiligten Gemeinden verbleibt somit noch ein Eigenanteil in Höhe von 11.320 € (2830 € je Gemeinde).

 

Über eine Internetrecherche wurden im Januar dieses Jahres zunächst 3 Planungsbüros ausfindig gemacht, die für eine erfolgreiche Abwicklung des Projektes geeignet erschienen. Anhand eines Musterprojektes (Erstellung eines Kurzleitfadens zur Vorbereitung des Ergebnistransfers in andere ländliche Räume) mussten sich die 3 Büros einer Bewertungskommission mit Vertretern aus allen 3 beteiligten Kommunen stellen. Aufgrund dieses doch ziemlich aufwendigen Verfahrens (war nach den Vorgaben der Bewilligungsbehörde notwendig) wurde der Auftrag an die Planungsgemeinschaft SHP/Interlink GmbH aus Hannover/Berlin erteilt.

 

Die Arbeitsgemeinschaft aus SHP und Interlink konnte auf zahlreiche bereits entwickelte Mobilitätskonzepte verweisen. SHP koordiniert derzeit unter anderem das Modellprojekt „Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen“ im Auftrag des Umweltbundesamtes und hat große Erfahrungen in dem Aufgabenbereich „Verkehrsbeeinflussung und Simulation“. Interlink konnte sich in den letzten Jahren einen guten Namen mit der Entwicklung von „alternativen Mobilitätsangeboten“ machen (zum Beispiel Kombibus, Landlogistik, Autobus).

 

Nach der Auftragserteilung wurden zunächst die unterschiedlichen Ansprüche der Auftraggeber aufeinander abgestimmt und die bestehenden Verkehrssituationen analysiert. Eine Präsentation dieser Ergebnisse ist für den 31.05.2017 vorgesehen und könnte in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am 06.06.2017 vorgestellt werden.

 

Als weitere Schritte sind unter anderem Experteninterviews, Workshops unter Einbeziehung von interessierten Bürgern und sonstigen Multiplikatoren (Mitglieder der kommunalen Gremien, Vereine, Unternehmer) vorgesehen.

 

Einen vollständigen Überblick über die verschiedenen Schritte des gesamten Projekts können Sie aus der als Anlage beigefügten Zusammenstellung entnehmen.

 

Ein Beschluss ist in der Angelegenheit derzeit nicht erforderlich. Aus Sicht der Verwaltung wäre es aber interessant zu wissen, ob seitens des Fachausschusses Interesse besteht, an einem der Workshops teilzunehmen.

 

Die Wegefinder-Gruppe aus Pennigsehl wird in gleicher Weise über die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Mobilitätskonzept informiert.

 


Anlage/n:

 

Beschreibung der Aufgabenfelder

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Arbeitsplan Einführungsstrategie (48 KB)    
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