Auszug - Berichte - bei Bedarf Unterbrechung für eine Einwohnerfragestunde  

Sitzung des Rates der Gemeinde Pennigsehl
TOP: Ö 3
Gremium: Rat der Gemeinde Pennigsehl Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 21.02.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:33 - 20:10 Anlass: Sitzung
Raum: Gaststätte Nietfeld
Ort: Hesterberger Straße 4, 31621 Pennigsehl
 
Wortprotokoll

Gemeindedirektor Walter Eisner berichtet wie folgt:

 

Bereits mit Schreiben vom 20.11.2016 hatte der Netzbetreiber Tennet zu einem Fachgespräch für die 380 KV-Leitung zwischen Stade und Landesbergen eingeladen. Dieses Fachgespräch fand am 18.01.2017 in Nienburg statt.

 

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren durch den Netzbetreiber nahezu fertig gestellt sind. Geplant ist noch im 1. Quartal 2017 den förmlichen Antrag auf Durchführung des Raumordnungsverfahrens beim ArL Leine-Weser zu beantragen.

 

Aufgrund der Neutrassierung unter Berücksichtigung der Mindestabstände zu schutzwürdigen Nutzungen ergibt sich für die Hochspannungsleitung eine Gesamtlänge von 145 km. Davon sollen 13 km unterirdisch verlegt werden. Von den 13 km sollen etwa 4 km in der Gemeinde Pennigsehl hergestellt werden, da für eine Freileitung keine akzeptable Trasse in dem Streusiedlungsbereich nordwestlich von Pennigsehl gefunden wurde. Der (zumindest raumordnerisch vorgesehene) Erdverkabelungsabschnitt beginnt auf Höhe der Bundesstraße 214 und endet hinter dem Sudholzer Weg. Im weiteren Verlauf innerhalb der Gemeinde Pennigsehl werden die Mindestabstände zu der Wohnbebauung (400 m zu Baugebieten und 200 m im Außenbereich) nahezu vollständig eingehalten. Eine geringfügige Unterschreitung gibt es im Ortsteil Hesterberg, der aber keine weitere Erdverkabelung rechtfertigt.

 

Interessant ist noch, dass der Netzbetreiber die Mehrkosten für eine Erdverkabelung auf etwa 10 Millionen € je Kilometer angibt. Inwieweit aufgrund dieser erheblichen Mehrkosten eine solche Erdverkabelung auch im Planfeststellungsverfahren umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

 

Der Gemeinderat wird sich mit der Angelegenheit befassen, sobald das formelle Beteiligungsverfahren für das ROV eingeleitet worden ist.

 

An die Berichte schließt sich eine Einwohnerfragestunde an, in welcher vom anwesenden Bürger angeregt wird, über die Anlegung eines „Friedwaldes“ nachzudenken. Der Gemeindedirektor führt dazu aus, dass dies auf Ebene der Samtgemeinde bereits thematisiert worden sei. Zu einer Umsetzung sei es nicht gekommen, da in unmittelbarer Nähe in Marklohe bereits ein solches Angebot vorgehalten wird. Unabhängig davon wird die Anregung aufgegriffen.

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