Über 15.000 € für Schafstallbau aus EU-Mitteln

p4010040.JPGDie Gemeinde  Pennigsehl ist ihrem langfristigen Ziel in Sachen Heiderenaturierung ein gutes Stück weitergekommen. Während für die laufende Unterhaltung der ca. 27 Hektar großen Heideflächen in Mainsche bisher das gesamte Heideareal ein- bis zweimal  jährlich komplett abgemäht und das Mähgut abgefahren werden musste und zusätzlich Entkusselungsaktionen auf ehrenamtlicher Basis durch die ortsansässigen Vereine organisiert wurden, werden künftig Heidschnucken diese Aufgabe übernehmen. Dafür ist der Bau eines Schafstalles notwendig. Jetzt ist die Finanzierung dieses Stalles gesichert: Helmut Weiß, Leiter  der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften aus Sulingen übergab im Rathaus Liebenau im Beisein von Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner und Ratsherr Martin Kretschmer  jetzt den Zuwendungsbescheid über eine Fördersumme in Höhe 15.835 € an Bürgermeister Rudolf Sudhop. Das Geld stammt aus dem Niedersächsischen Fördertopf zur integrierten ländlichen Entwicklung. Diese Mittel stellt die EU zur Verfügung. Im ILEK „Mittelweser“ ist das Projekt als regionales Leitprojekt genannt. Ein Leitziel ist beispielsweise die Entwicklung besonderer Lebensräume, wie die  Heide oder naturnahe Moore. In der Region soll das Bewusstsein für diese landschaftlichen und naturschutzfachlichen Besonderheiten geschärft werden. Für Erholungssuchende und Touristen sollen Teile dieser Lebensräume und ihrer Besonderheiten in Abstimmung mit naturschutzfachlichen Vorgaben erlebbar gemacht werden. Ein Einzelprojekt hierzu ist die Weiterentwicklung der Mainscher Heide durch den Bau eines Schafstalles. 

„Die Wiederverheidungsfläche befindet sich seit gut 15 Jahren auf einem positiven Weg. Die Entwicklung der Heide ist insgesamt gesehen gelungen“, so Behördenleiter Weiß. „Die Heide bedarf einer intensiven Pflege, um eine Verbuschung zu verhindern. Die Beweidung durch Schafe trägt wesentlich dazu bei, dass die Entwicklungsziele erreicht werden“.

„Die Finanzierung des Projektes ist gesichert, ohne dass örtlich erhobene Steuergelder verwendet werden müssen“, freute sich Bürgermeister Rudolf Sudhop. Neben der Landesförderung hat zwischenzeitlich auch der Landschaftsverband Weser-Hunte e.V. einen Finanzierungsanteil von 5.000 € zugesagt, auch die Sparkassenstiftung beteiligt sich mit 2.000 €. Die restliche Finanzierung erfolgt aus Zinseinnahmen des ÖKO-Kontos „Mainscher Heide“. Realisiert werden kann das Projekt letztlich aber nur mit tatkräftiger Unterstützung von bereitwilligen Helfern. Mit der Akquirierung von Eigenleistungen will Bürgermeister Sudhop gleich nach Ostern beginnen.