Grußwort zum Jahreswechsel

berlin-weihnachtsbaum.jpgLiebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, 
in wenigen Tagen feiern wir die Geburt Christi und den Jahreswechsel. Wir blicken zurück auf ein turbulentes Jahr 2008. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat vieles, was gewiss schien, ins Wanken gebracht. Eines ist dadurch deutlich geworden: Der Privatisierungswahn ist an sein Ende gekommen. Nicht der Markt, sondern die Politik ist für das Gemeinwohl zuständig. Auch wird erkennbar, je stärker die Turbulenzen in der global vernetzten Welt werden, umso wichtiger wird die örtliche Nähe, die soziale Geborgenheit in der Heimatgemeinde. Die Identifizierung mit der eigenen Gemeinde, der kleinen überschaubaren Einheit gibt Halt und Zuversicht; denn die lokale Identität bewirkt die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und damit bildet sie die Bürgerkommune. Die Gemeinde ist die Keimzelle der Demokratie. Die Lebensqualität in der Samtgemeinde Liebenau und ihren Mitgliedsgemeinden Liebenau, Binnen und Pennigsehl wird nicht zuletzt geprägt durch das Netzwerk der Hilfe. Es besteht seit vielen, vielen Jahren die große und bewundernswerte Bereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger, unentgeltlich Leistungen zu erbringen, um damit etwas zu erhalten oder etwas neu zu gestalten, was in ihren Augen besonders wichtig für das Zusammenleben in ihrer Heimatgemeinde ist. Ehrenamtliches Engagement, Arbeit für die Allgemeinheit, Hilfe für den Nächsten, ist somit die Klammer, die unsere bürgerschaftliche Selbstverwaltung auch 2008 zusammenhält. Ohne die Bereitschaft zur freiwilligen ehrenamtlichen Mitarbeit von Frauen und Männern aus allen Kreisen der Bevölkerung würde unser Gemeinwesen blutleer sein. Es ist somit ein besonderer Dank an alle zu richten, die sich für die gute Sache eingesetzt haben und durch deren Hilfe es erreicht werden konnte, dass in der Samtgemeinde Liebenau und in ihren Mitgliedsgemeinden vieles erhalten, geschaffen und verbessert werden konnte, was die Gemeinden aus eigener Kraft wegen der unverschuldeten Finanznot nicht hätten leisten können.  Die Motivation der Bürgerinnen und Bürger zur Eigeninitiative hat zur Bildung von Fördervereinen oder anderen Hilfsnetzwerken geführt. Beispielhaft seien der Förderverein Liebenauer Hallenbad e.V. und der Förderverein Pennigsehler Freibad genannt. Ohne die aufopferungsvolle Tätigkeit dieser Fördervereine würden beide Einrichtungen nicht mehr bestehen. Durch eine verantwortungsvolle zielgerichtete Haushalts- und Finanzpolitik im Verbund mit der Hilfe der Einwohnerschaft ist die Infrastruktur in der Samtgemeinde Liebenau und den Mitgliedsgemeinden in einem guten Zustand. Sie hält den Vergleich mit anderen wohlhabenden Kommunen durchaus aus.  An dem zu Ende gehen Jahr schaut man zurück, aber man schaut natürlich auch nach vorn. Die Kommunen stehen in den nächsten Jahren vor gewaltigen Herausforderungen. Die Folgen des demografischen Wandels werden zunehmend spürbar. Alle Infrastrukturplanungen, die Infrastrukturfolgekosten nach sich ziehen, sind aufgrund der demografischen Entwicklung zu überdenken. „Umbau statt Zuwachs“ heißt die Devise. Die Samtgemeinde Liebenau hat sich um die Aufnahme in ein solches Programm beworben. Des Weiteren bildet die Samtgemeinde Liebenau mit weiteren 7 Kommunen im Landkreis Nienburg das ILEK Mittelweser. Dieses integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) ist ein ganz wichtiger Schritt, um diesen beteiligten Kommunen Hilfen an die Hand zu geben, sich zukunftsfähig aufzustellen. In diversen Zukunftswerkstätten arbeiteten die Beteiligten zu den Themen Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr, Siedlung, Soziales und Bildung sowie Tourismus, Erholung, Kultur, Natur und Landschaft Ziele für die Region heraus und benannten zentrale Projekte und Projektansätze. Die Ergebnisse dieses Beteiligungsprozesses sind in den ILEK-Abschlussbericht eingeflossen. Er bildet eine wichtige Grundlage zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in deren Region ILEK-Mittelweser. Diese Entwicklungsstrategie zeigt gemeinsame Zielsetzungen für die Entwicklung der Region auf und bildet zugleich die Grundlage für den Erhalt von Fördermitteln. Die Mitgliedsgemeinden Liebenau, Binnen und Pennigsehl sollen durch Dorferneuerungsplanungen attraktiver werden. Die Mitgliedsgemeinde Binnen ist in das Dorferneuerungsprogramm bereits aufgenommen. In dieser schwierigen Zeit ist Kooperation das Gebot der Stunde. Bereits seit dem 01.01.2005 arbeitet die Samtgemeinde Liebenau mit der Samtgemeinde Marklohe und dem Flecken Steyerberg im Zweckverband „Linkes Weserufer“ zusammen. Diese Kooperation erledigt die Aufgaben, die die Kraft der einzelnen Gemeinde übersteigen.  Die Samtgemeinde Liebenau stellt sich somit den Herausforderungen der Zukunft durch Kooperationen und durch ihre große innere Kraft der Bürgerkommune. Im Namen der Räte der Samtgemeinde Liebenau und ihrer Mitgliedsgemeinden Liebenau, Binnen und Pennigsehl sowie auch im Namen der Samtgemeindeverwaltung wünschen wir allen Bürgerinnen und Bürgern der Samtgemeinde Liebenau eine Zeit der Ruhe zum Weihnachtsfest, eine Zeit der Besinnung zum Jahreswechsel, eine Zeit, in der wir innehalten.  Versuchen wir gemeinsam im ausklingenden Jahr 2008 die innere Ruhe und den Frieden zu finden, welche uns Menschen in dieser Zeit beschert sein soll.  Wir wünschen allen ein glückliches und vor allem ein gesundes neues Jahr. 

Eisner, Samtgemeindebürgermeister

Schomburg, Bürgermeister der Gemeinde Binnen

Mühlenfeld, Bürgermeister des Fleckens Liebenau

Sudhop, bürgermeister der Gemeinde Pennigsehl