DRK-Kreisbereitschaft übt Retten unter erschwerten Bedingungen
(mai) Die jährliche Wochenendübung der DRK Kreisbereitschaft fand am vergangenen Wochenende auf dem Ausbildungsgelände des THW in Bad Nenndorf statt. Gemeinsam mit Feuerwehren aus den Samtgemeinden Liebenau und Steyerberg wurde Retten unter erschwerten Bedingungen und die Zusammenarbeit zwischen DRK und Feuerwehr geübt.
Am Samstagvormittag wurde in gemischten Gruppen an verschiedenen Stationen die Handhabung von Steckleitern, Feuerwehrleinen, sowie Suchtechniken in Gebäuden erlernt und trainiert. Das Ausbildungsgelände bietet vielfältige Möglichkeiten in Kriechtunneln oder eingestürzten Kellerräumen Such- und Sicherungstechniken zu erlernen und Erfahrungen zu sammeln. Mit Feuerwehrleinen und Knoten können die Einsatzmöglichkeiten der DIN-Tragen erheblich erweitert werden. Kombiniert mit der Feuerwehr- Steckleiter können Personen waagerecht oder senkrecht aus oberen Stockwerken gerettet werden. Nicht immer ist der Einsatz der Feuerwehrdrehleiter möglich. Bereits in dieser Phase konnte das gegenseitige Vertrauen zwischen Rot-Kreuz Helfern und Feuerwehrleuten gestärkt werden.
Nach der Mittagspause kam es zum Höhepunkt des gemeinsam von den Pennigsehlern Markus Plenge (DRK) und Oliver Windhorst (Feuerwehr) organisierten Wochenendes. Mit Hilfe von Darstellern der Realistischen Notfalldarstellung Hannover wurden die gemischten Gruppen vor verschiedene Aufgaben gestellt. Ein eingestürzter Keller mit einer unbekannten Anzahl vermisster Personen oder beispielsweise ein Gebäude nach einer Gasexplosion waren zu erkunden. Die verletzten Personen mussten Erstversorgt werden und danach aus den Unfallbereichen zum Verletztensammelplatz gebracht werden.
Die Helfer des DRK konnten das am Morgen Erlernte direkt anwenden, die beteiligten Feuerwehrleute aus den Ortswehren Binnen, Liebenau, Steyerberg und Pennigsehl haben Erfahrungen bei der Unterstützung der Erstversorgung gesammelt. Alle fünf Übungslagen wurden im Laufe des Nachmittags von allen Gruppen mit viel Engagement bewältigt. Die besonderen Möglichkeiten dieses Ausbildungsgeländes zur realistischen Darstellung von Katastrophenlagen wurden von den Teilnehmern mit viel Begeisterung angenommen.
Nach Aussagen von Erich Plenge vom DRK wurde das Ausbildungsziel des Wochenendes, das Erlernen und Anwendungen von weiteren Rettungstechniken unter schwierigen Umständen und die Stärkung der Zusammenarbeit der Fachdienste im Katastrophenschutz vollständig erreicht. Die teilnehmenden Helfer von DRK und Feuerwehr unterstrichen positiv, das alle Teilnehmer über das gesamte Wochenende hinweg in den Übungslagen eingebunden waren.
Fotos: Holger Mailand
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