Bildung des ILEK Mittelweser
Der ländliche Raum steht in Niedersachsen in den nächsten Jahren vor besonderen Herausforderungen. In Anbetracht des fortschreitenden Agrarstrukturwandels, der demografischen Entwicklung sowie der Abwanderung junger Bevölkerung aus ländlichen Gebieten setzt das Land Niedersachsen seine Kraft dafür ein, eine zielgerichtete Politik für den ländlichen Raum mit entsprechenden Fördermaßnahmen zu realisieren. Das neue Förderprogramm PROFIL, d. h. Programm zur Förderung im ländlichen Raum 2007 – 2013 verfolgt dabei den integrierten Ansatz, um die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aspekte mit den ökologischen Funktionen des ländlichen Raums in Einklang zu bringen. Um Fördermittel erfolgreich akquirieren zu können, ist es erforderlich, ein integriertes ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) zu erarbeiten. Dieses ILEK soll ein langfristiger Zukunftsentwurf für die Region sein. Die Städte Rehburg-Loccum und Nienburg, die Gemeinden Steyerberg und Stolzenau sowie die Samtgemeinden Marklohe, Liebenau, Landesbergen und Uchte haben ein solches ILEK-Mittelweser gebildet.
Am 5. April 2008 fand im Mühlengasthof in Landesbergen eine ILEK-Strategiewerkstatt für das integrierte ländliche Entwicklungskonzept Mittelweser statt. Mit der Strategiewerkstatt beginnt die Arbeitsphase des ILEK-Mittelweser. Zielsetzung ist es, auf der Grundlage einer Stärken-Schwächen-Analyse Entwicklungsziele für die Region in den Handlungsfeldern Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr, Siedlung, Soziales, Kultur und Tourismus, Erholung, Natur und Landschaft zu erarbeiten. Erste Projektideen wurden im Rahmen der Strategiewerkstatt zusammengetragen werden. Das ILEK versteht sich als ein Konzept der Menschen vor Ort, das zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden erstellt wird, um einen langfristigen Zukunftsentwurf für die Region zu schaffen. Letztlich geht es darum, den ländlichen Bereich zukunftsfähig zu machen, um gegenüber den Entwicklungen in anderen Bereichen des Landes, insbesondere in den Ballungszentren sowie den groß- und mittelständischen Bereichen, eigene Akzente zu setzen.
Als so genannte „Leuchtturmprojekte“ werden die Weiterführung des Entwicklungsprojektes „Sächsisches Gräberfeld“ Liebenau - Steyerberg und die Radwegplanung Liebenau – Steyerberg als Radwegeverbindung zwischen den beiden Orten und radwegemäßige Erschließung des touristischen Projektes „Sächsisches Gräberfeld“ in das ILEK eingebracht. Für beide Projekte gibt es positive Vorentscheidungen des Samtgemeindeausschusses. Beides sind Kooperationsvorhaben mit dem Flecken Steyerberg.
Foto: Liebenauer Akteure nehmen an der Ilek-Strategiewerkstatt teil.
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