Ehrenamtskarten in Pennigsehl verliehen

p3260089.JPGDie im  Land Niedersachsen gemeinsam mit den Kommunen neu eingeführte  Ehrenamtskarte ist anlässlich des Ehrenamtstages 2008 an fünf Pennigsehler Bürgerinnen und Bürger durch Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner verliehen worden. InAnerkennung und Würdigung des geleisteten bürgerschaftlichen Engagements erhielten Frau Siegrid Rieckmann, Frau Rosemarie Oldenburg, Frau Carola Schönenborn, Herr Gerd-Rolf Schumacher sowie Herr Dieter Kuhlmann diese besondere Auszeichnung.

Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner betonte in seiner Ansprache, dass

die Ehrenamtskarte Teil der umfänglichen Kultur zur Würdigung und Anerkennung für geleistetes bürgerschaftliches Engagement in Niedersachsen sei.

Eisner weiter: „Auch im Landkreis Nienburg/Weser ist das ehrenamtliche Engagement ein wesentlicher Stützpfeiler des Vereins- und Gesellschaftslebens. Die Bedeutung des Ehrenamtes kann daher nicht oft genug herausgestellt werden. Ministerpräsident Wulff hat bei seiner Rede zur Einführung der Ehrenamtskarte im besonderen darauf hingewiesen, dass es in unserer kommunalen Selbstverwaltung notwendig ist, das bürgerschaftliche Engagement weiter auszubauen, vor allem darum, um die Verantwortung des Einzelnen für das Gemeinwohl zu stärken, ihm Chancen zu bieten, an der Zukunftsgestaltung der Gesellschaft mitzuwirken, sich in seinem Umfeld zu engagieren, seine Ideen, seine Kreativität, seine Zeit und seine Erfahrung einzubringen, auch und gerade zum Wohle anderer. Der Landkreis Nienburg/Weser hat diese Ideen aufgegriffen und im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Dezember 2007 die Ehrenamtskarte kreisweit eingeführt, durch die dieses Engagement ehrenamtlich Tätiger in besonderer Weise gewürdigt werden soll. Diese Ehrenamtskarte ist Ausdruck öffentlicher Anerkennung. Mit der Ehrenamtskarte wollen wir, d. h. das Land Niedersachsen, der Landkreis und die Samtgemeinde mit ihren Mitgliedsgemeinden denen etwas zurückgeben, die sich in herausragender Weise für den Nächsten und für das Gemeinwohl einsetzen. Ehrenamt und Hilfsbereitschaft sind Kernelemente einer menschlichen und erfolgreichen Gesellschaft, einer aktiven Bürgergesellschaft, wie sie gerade hier in Pennigsehl besonders ausgeprägt ist. Ohne unsere Bürger, ohne eine solche Bürgergesellschaft wäre unsere Demokratie nicht lebensfähig, würde unsere Demokratie nicht so gut in einer kleinen Keimzelle der Kommune, unserem lebenswerten Gemeinwesen, funktionieren.

Die Ehrenamtskarte können nur die erhalten, die sich in besonderer Weise für Andere engagieren, für das Gemeinwohl einsetzen. Voraussetzung ist neben dem Mindestalter von 18 Jahren eine freiwillige gemeinwohlorientierte Tätigkeit ohne Bezahlung von mindestens 5 Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr, wobei die Ehrenamtskarte auf 3 Jahre befristet ist. Mit der Ehrenamtskarte ist somit Anerkennung und Wertschätzung verbunden. Die Ehrenamtskarteninhaberinnen und Ehrenamtskarteninhaber kommen auch in den Genuss von Vergünstigungen verschiedenster Art. Im Bereich der Samtgemeinde Liebenau ist das freier Eintritt im Hallenbad und im Freibad, und bislang hat sich der Scheunenverein Liebenau bereit erklärt, für seine kulturellen Veranstaltungen ebenfalls freien Eintritt zu gewähren. Es gibt landesweit viele Vergünstigungen, die alle mit dieser Ehrenamtskarte in Anspruch genommen werden können. Dies kann man im Einzelnen im Internet abrufen.

Im Rahmen einer Kultur der Anerkennung ist es somit aus Sicht des Landkreises Nienburg und auch aus Sicht der Samtgemeinde Liebenau eine wichtige Aufgabe, die bürgerschaftlich Aktiven in unserer Samtgemeinde Liebenau zu würdigen und ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Dies geschieht ja bereits heute durch den Tag der Ehrenamtlichen hier in Pennigsehl. Die Gemeinde Pennigsehl war insofern Vorreiter und ist ja auch – was ehrenamtlicher Einsatz anlangt – vorbildlich im gesamten Landkreis Nienburg. In der Samtgemeinde Liebenau, einer sehr finanzschwachen Verwaltungseinheit, ist Arbeit für das Gemeinwohl in vielerlei Ausprägung sehr verbreitet. Dadurch ist es nicht nur gelungen, sehr gute Vereinsstrukturen zu installieren und zu erhalten, sondern es ist auch gelungen – das möchte ich hier einmal erwähnen – unsere sehr gute Infrastruktur nicht nur zu erhalten, sondern auch auszubauen. Letztlich ist das deutlich geworden an der Sanierung der Sporthalle hier in Pennigsehl.

Die niedersächsische Ehrenamtskarte, die ich heute an einige Bürgerinnen und Bürger hier in Pennigsehl im Auftrag und im Namen des Landes Niedersachsen und des Landrates des Landkreises Nienburg verleihen kann, ist eine Form der Anerkennung. Damit soll den Engagierten etwas zurückgegeben werden, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Diese Ehrenamtskarte ist eine moderne Form eines Ehrenzeichens, und es soll damit das herausgehobene Engagement und auch die Nachhaltigkeit des Einsatzes gewürdigt werden.

Die Ausgezeichneten sind auf Vorschlag der jeweiligen Vereine von einem Gremium des Landkreises Nienburg/Weser für die Ehrenamtskarte auf Vorschlag ausgewählt worden.

Zunächst Frau Sigrid Rieckmann. Sie ist tätig im Schützenverein Mainsche als freiwillige Helferin bei Vereinsveranstaltungen und ist sozusagen immer dabei, wenn es nötig ist, für den Verein, aber nicht nur für ihn, sondern auch im Förderverein der Grundschule, dem Theaterverein und auf andere Weise tätig zu sein.

Die nächste Ehrenamtskarteninhaberin ist Frau Rosemarie Oldenburg. Sie ist tätig im Dachverein Mainsche und sorgt für die Betreuung des Dorfgemeinschaftshauses. Dieses Dorfgemeinschaftshaus wird ja vom Dachverein bewirtschaftet, und dass das alles so hervorragend klappt, dafür ist Frau Rosemarie Oldenburg verantwortlich. Ich kann sagen, die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pennigsehl ist sehr gut und ich hoffe, dass Frau Oldenburg noch weiter diese Tätigkeit für den Dachverein ausüben wird.

Frau Carola Schönenborn ist die nächste Ehrenamtskarteninhaberin. Sie ist für den Schützenverein Mainsche tätig als Helferin bei sämtlichen Vereinsveranstaltungen und ist Jugendschießleiterin.

Dann freut es mich besonders, meinen alten Tischtenniskameraden, Gerd-Rolf Schumacher mit der Ehrenamtskarte auszeichnen zu können. Er ist über 30 Jahre die gute Seele beim SSV Pennigsehl- Mainsche, insbesondere was die Tischtennissparte anlangt, aber auch darüber hinaus. Ich kann vielleicht auch noch sagen, er war, wenn es um ehrenamtlichen Einsatz in Pennigsehl geht, immer bereit, für wichtige Dinge sich einzusetzen. Ich weiß, Gerd-Rolf, du bis auch jahrelang Wahlvorsteher gewesen, also du setzt dich wirklich sehr, sehr stark für die gute Sache ein.

Ja und als letztes habe ich Herrn Dieter Kuhlmann aus Pennigsehl. Auch er ist vom Schützenverein Mainsche vorgeschlagen worden und sorgt sich um Vermietung und Pflege der Grillhütte und der Grünflächen. Auch das ist eine ganz wichtige Sache für das Gemeinwohl und er setzt sehr, sehr viel Freizeit dafür ein“.