Neujahrsempfang des Fleckens Liebenau
Goldene Ehrennadel des Fleckens Liebenau an Peter Krowicky verliehen
Am Mittwochabend, 9.Januar 2008 fand der traditionelle Neujahrsempfang des Fleckens Liebenau statt. Bürgermeister Hans-Georg Mühlenfeld hielt folgende Ansprache:
„Ich möchte ihnen allen im Namen des Rates des Fleckens Liebenau hier ganz herzlich willkommen heißen und ihnen ein frohes gesundes neues Jahr wünschen.
Ich freue mich, dass sie wieder unserer Einladung gefolgt sind und sich auf den Weg ins Rathaus gemacht haben. Wie immer kann man nicht alle namentlich begrüßen, aber bei einigen möchte ich es dennoch tun:
Für den Landkreis Nienburg ist der stellv. Landrat Jan Ahlers anwesend. Für die Samtgemeinde ist Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner hier.
Aus den Mitgliedsgemeinden begrüße ich den Bürgermeister Heinrich Schomburg aus Binnen und Rudi Sudhop aus Pennigsehl. Die Kirchen sind vertreten durch Herrn Hansjörg Malitte für die ev. Kirche und Herr Anton Sinningen vertritt die katholische Kirche.
Kreishandwerksmeister Claus – Peter Jezek ist ebenfalls unter unseren Gästen.
Ich begrüße die Jagdhornbläser unter der Leitung von Fritz Grabbe
Der Jahresbeginn ist ja immer ein Anlass einmal zu betrachten was gewesen ist oder im letzten Jahr erreicht worden ist, hier möchte ich als erstes etwas erwähnen, was den Flecken in seiner Entwicklung sicher voranbringen wird, den Ankauf der ersten 16 Wohneinheiten in den Blocks ; denn jetzt ist ein Anfang gemacht und vielleicht schaffen wir es die gesamte Wohnanlage zu kaufen und ab zu reißen und neue, attraktive Bauplätze dort aus zuweisen.
Eine andere wichtige Maßnahme konnten sie eben bei der Anfahrt zum Rathaus schon selbst in Augenschein nehmen konnten, nämlich den Ausbau der Ortstraße. Hier muss ich mal einen großen Dank an die Anlieger aussprechen; denn nur weil sie bereit waren auf die Zufahrt zu ihren Grundstücken für einige Wochen zu verzichten, konnte die Straße in einem Zug komplett ausgebaut werden und so dauerte das ganze Vorhaben nur gut 8 Wochen. Anschließend halfen sie auch noch beim Bepflanzen der Beete, auch hierfür noch mal ein Dankeschön.
Hier hat sich schon gezeigt, wie wichtig es ist mit der Bevölkerung zusammen zu arbeiten. Wie hat unser Bundespräsident es vor kurzem ausgedrückt: „Wir brauchen starke zivilgesellschaftliche Strukturen“ Die Bürger wollen die Identifikation mit ihrem Gemeinwesen und damit komme ich zu den Vereinen, Vereine werden tätig als lebendige Impulsgeber der örtlichen Gemeinschaft, sie lebt von der Vielfalt in allen Bereichen in: Sport, Kultur, Wohlfahrtspflege usw.
Auch dieser Neujahrsempfang hat den Sinn dieses hervorzuheben und zu Danken, das ist diese Identifikation mit der örtlichen Gemeinschaft. Diese kleinen überschaubaren zivilgesellschaftlichen Strukturen gibt es nur in den kleinen örtlichen Gemeinschaften, weil die Gesellschaft hier nicht anonym ist, sondern jeder jeden kennt und sich ihm gegenüber verpflichtet fühlt auch hier möchte ich noch einmal Gedanken unseres Bundespräsidenten Horst Köhler aufgreifen: Erstrebenswert ist es in der örtlichen Gemeinschaft den einzelnen Menschen in die Lage zu versetzen, in einer sich wandelnden Welt, gut für sich und andere zu sorgen , das heißt Freiheit und Verantwortung für sich selbst und für die Belange des Gemeinwesens. Die örtlichen Gemeinschaften müssen funktionieren, aber sie müssen eingebunden sein in größere Strukturen, um die entsprechenden Leistungen zu erbringen, wie Samtgemeinde, Zweckverband, Landkreis, Dachverbände und ähnliches, um Leistungen zu erbringen.
Von den Vereinen möchte ich heute 2 Vereine etwas ins Licht rücken, das ist der Verein zum Erhalt des Scheunenviertels und den Heimatverein Liebenau. Beide zusammen spiegeln die kulturelle Vielfalt in unserer Gemeinde wieder.
Der Verein zur Erhaltung des Scheunenviertels engagiert sich vor allen für die Kleinkunst und musikalischen Besonderheiten wie Jazz usw. aber auch für spezielle Ausdrucksformen der bildenden Künste und veranstaltet Ausstellungen.
Der Heimatverein steht besonders für unsere heimatgeschichtliche Anbindung, aber auch für viele Veranstaltungen, die in der heimatgeschichtlichen Tradition wurzeln. Sehr dankenswert ist, dass unsere Heimatgeschichte immer wieder bildlich dargestellt wird, wie z.B. mit dem Heimatkalender, von dem ich gleich noch einige Exemplare verteilen werde.
Ein Verein lebt sicher durch die Arbeit vieler Menschen, nur kann man eben nicht alle auszeichnen und so möchte ich stellvertretend für die vielen engagierten Mitglieder:
Vom Verein zur Erhaltung des Scheunenviertels bitte ich zu mir
Cornelia Wendt und Uwe Folk
Und vom Heimatverein bitte ich:
Reinhard Köper, Werner Bargemann und Gerhard Lange
Die Demokratie und gerade unsere gemeindliche Selbstverwaltung lebt von Menschen, die sich für das Gemeinwohl einbringen und zwar uneigennützig und selbstlos und jetzt möchte ich meinen Ratskollegen Peter Krowicky mal zu mir bitten.
Ohne Parteien wäre die Kommunalpolitik wie wir sie kennen nicht möglich. Dies steht auch schon im Grundgesetz im Artikel 21, darin wird den Parteien eine zentrale Rolle bei der politischen Willensbildung unseres Volkes zugewiesen. Dies spiegelt sich in den politischen Gremien wieder.
Peter Krowicky ist seit 20 Jahre Vorsitzender des SPD Ortsvereins Liebenau. Über diesen langen Zeitraum in einer solch wichtigen Funktion zu wirken heißt, sich 20 Jahre lang für öffentliche Dinge zu interessieren, öffentliche Anliegen voranzutreiben und in den politischen Willensbildungsprozess einzubringen.Das verdient unseren Respekt und unsere Hochachtung. Gerade in der heutigen Zeit, der so genannten Zeit der Politikverdrossenheit sind Menschen wie Peter Krowicky als Vorbilder besonders wichtig und für unsere Demokratie unerlässlich. In diesem Sinne möchte ich Dir für Deine Arbeit danken und Dir die goldene Ehrennadel des Fleckens Liebenau verleihen“.
Zum Archiv: Aktuelles




