Sanierung Sporthalle Pennigsehl fast abgeschlossen
Im Jahr 2006 hatte sich der Samtgemeindeausschuss mit dem kritischen Zustand der Sporthalle in Pennigsehl befasst und beschlossen, eine Sanierung im Jahr 2008 in Angriff zu nehmen. Ein wesentlicher Mangel an dem rd. 30 Jahre alten Gebäude war ein undichtes Dach, das zur Pfützenbildung im Innenraum bei starkem Regen führte. Weiterhin entsprach die Heizungsanlage nicht mehr den technischen Vorschriften und der Fußboden war an mehreren Stellen gebrochen. Um diese für den weiteren Betrieb der Halle dringend notwendigen Maßnahmen durchführen zu können, stellte die Samtgemeinde Liebenau im Jahr 2007 Zuschussanträge beim Landkreis und beim Land Niedersachsen. Aufgrund des undichten Daches entschieden sich sowohl der Landkreis als auch das Land, die Baumaßnahme bereits im Jahr 2007 zu fördern. Das Land bewilligte einen Zuschuss in Höhe von 61.000 € und der Landkreis Nienburg gab 37.100 €. Die Samtgemeinde hofft, dass sie beim Landkreises noch einen „Nachschlag“ in Höhe von 38.000 € erhält. Entsprechende Anträge sind gestellt.
Nahezu zeitgleich hatte sich die Samtgemeinde Liebenau bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau um eine Förderung aus dem Programm „Energetische Gebäudesanierung“ beworben. Mit diesem Programm will die KfW einen Anreiz geben, bei öffentlichen Gebäuden zusätzliche Optimierungsmaßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauches umzusetzen. Allerdings musste nachgewiesen werden, dass mit auf diesem Wege geförderten Baumaßnahmen auch eine nachhaltige und deutliche Verbesserung des Energieverbrauches im Betrieb des Gebäudes erreicht werden kann.
Vor diesem Hintergrund musste die Immobilienverwaltung des Zweckverbandes Linkes Weserufer das bisherige Planungskonzept für die Sporthalle nochmals überarbeiten. Herausgekommen ist letztendlich ein ganzer Strauß von Einzelmaßnahmen, der nicht nur die Funktionalität und die Nutzbarkeit der Halle verbessert, sondern eben auch zu erheblichen Energieeinsparungen führt. Das ist vorteilhaft für die Umwelt und spart zudem laufend Betriebskosten. Die wichtigsten Maßnahmen sind:
· Austausch der Wellasbestplatten gegen hochgedämmte Stahlblechsandwicht-Elemente – zusätzlich zu der bereits bestehenden Mineralfaserdämmung auf der Hallendecke.
· An der Außenfassade des Hallengebäudes wurde ein Wärmedämmverbundsystem mit einer Dämmstärke von ca. 140 mm aufgebracht.
· Die gleiche Dämmtechnik wurde auch für den Fundamentbereich (Perimeterdämmung) verwendet.
· Die Leistung der bestehenden aber nicht mehr zulässigen Heizungsanlage konnte erheblich vermindert werden durch den Einbau eines neues Kesselsystems und einer verbesserten Warmwasserbereitung. Das vorhandene Lüftungssystem wurde durch ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung ersetzt.
· Die Glasbausteinwand im Tribünenbereich und die alte schlecht gedämmte Eingangstüranlage wurden durch moderne hochgedämmte Glaselemente ersetzt.
· In den Nebenräumen wurde eine energiesparende Beleuchtung mit elektronischen Vorschaltgeräten eingebaut. Nachdem diese Maßnahme im Hallenbereich bereits vor einigen Jahren veranlasst wurde, verfügt die Sporthalle nun insgesamt über eine moderne Beleuchtungstechnik.
· Der Hallenschwingboden wurde ersetzt, die Duschen erneuert und der Duschraum neu verfliest.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 370.000 €, wobei die größten Positionen die Dach- und Wandarbeiten, der neue Hallenboden und die neue Heizungs- und Lüftungsanlage sind.
Die Finanzierung dieser für die finanzschwache Samtgemeinde bedeutende Investition ist nur Dank der öffentlichen Förderung durch den Landkreis und das Land und durch den zinsgünstigen KfW-Kredit möglich geworden.
Durch den KFW-Kredit spart die finanzschwache Samtgemeinde jedes Jahr rd. 8.000 € an Zinsen - im Vergleich zu einem normalen Kommunalkredit.
Eine erhebliche Einsparungen bei den Betriebskosten wird dadurch erreicht, dass zukünftig etwa 75% weniger Gas und Strom für den laufenden Betrieb der Sporthalle benötigt werden. Dieser durch ein unabhängiges Ingenieurbüro ermittelte Wert lässt erwarten, dass sich die Mehrausgaben für die energieeinsparenden Einzelleistungen in weniger als 10 Jahren amortisieren. Ein Beitrag für den Schutz der Umwelt der gleichzeitig die kommunalen Finanzen auf Dauer entlastet.
Einen ebenso wichtigen Beitrag zur Entlastung des Samtgemeindehaushalts haben die Mitglieder des Sportvereins SSV Pennigsehl erbracht. Bereits im Vorfeld der Baumaßnahme haben sie sich sehr engagiert eingebracht und bislang rund 600 Arbeitsstunden geleistet. Zur Vorbereitung der Dämmmaßnahmen im Außenbereich haben die Vereinsmitglieder Büsche und Sträucher zurückgeschnitten, den Bereich der Perimeterdämmung ausgeschachtet, im Duschraum die kompletten Fliesenarbeiten übernommen, den alten Schwingboden ausgebaut usw. Durch diese Eigenleistungen ist es gelungen den Haushaltsansatz in Höhe von 375.000 € einzuhalten und dabei gleichzeitig alle notwendigen Maßnahmen umzusetzen.
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